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Wanderwoche 2019 vom 01- 08. September in Fondo, Nonstal

mit Siegfried Gufler

Fondo im trentinischen Nonstal ist eine mittelalterliche Ortschaft mit über 2000 Einwohnern. Sie liegt gleich hintern Mendelpass (1363m) und auch nur ca. 10 Km südlich vom Gampenjoch (1518m) auf einer Seehöhe von 988m. Bemerkenswert ist der schöne Hauptplatz, viele mehrere 100-derte Jahre alte Gebäude und eine Schlucht die sich sensationell unter der Ortschaftsmitte befindet und das ganze obere Nonstal durchzieht. So gab es am ersten Tag  keine Bergwanderung und keine Gipfel zu sehen, sondern den Abstieg in die Schlucht der Novella über 600 Eisentreppen. Tosendes Wasser, Dunkelheit, düstre Enge,  aber auch etwas Licht von weit oben prägen diese Schlucht. Das waren intensive Eindrücke gleich zu Beginn, zumal wir noch von St Felix nach Fondo wanderten. Dabei tangierten wir wieder die Novella- Schlucht. Wir standen nun oben an der Schluchtkannte und bestaunten einen Wasserfall der tief in diese Klamm stürzt. Am nächsten Tag wanderten wir durch wunderschöne Wälder zum Felixsee (mit wohltuender Mittagsrast) und weiter nach Fondo mit 700 Hm Abstieg. Geprägt von schönen Bergwäldern und Sonnenschein war die Wanderung zur Unteren-Kesselalm (guter Mittagstisch) und weiter nach Proveis. An diesem Weg erinnert eine Tafel an die Überquerung der Bruchlinie zwischen der Adriatischen – mit der Europäischen- Erdplatte. Gekennzeichnet war die Woche sicherlich vom Wasser. Viele Seen sahen wir, aber auch heftiges Nass von oben (der meiste Regen geht ja doch daneben) als wir in das Rabbi-Tal hinein marschierten, das auch zum Naturpark Stilfserjoch gehört.  Die Umrundung des unter den Brentafelsen liegenden Lago di Tovel mit seinem intensiven und fast unnatürlichen Grün war ein weiterer staunenswerter Höhepunkt. Ausnahmsweise ohne einen Bergsee  erlebten wir in Wochenmitte die Tour vom Mendelpass in das Gebiet des Monte Roen. Über das Hotel Lady Maria in Fondo muss man festhalten, dass wir sehr gut bedient und verköstigt wurden. Gegessen haben wir ja wie immer gut. Das Markenzeichen des Hotels ist der extrem engagierte Chef des Hauses u.a. mit einer 22-teiligen Nachtischaufzählung. Gegen Wochenmitte kannten wir die 11 teilige Litanei in Deutsch und die 11 teilige in italienisch fast auswendig. Wir erlebten viel Freudiges und hatten viel zu lachen. So dürfen wir wieder auf eine lustige Wanderwoche in 2020 hoffen.
Gunter Stöckl