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Radwoche 2019 Unterwegs durch das (Hoch) Pustertal

mit Georg Daverda

Die diesjährige Radreise ist in einer anderen Form abgelaufen wie in den vergangenen Jahren. Während wir bisher täglich neue Übernachtungen hatten, waren wir diesmal eine ganze Woche in Niederdorf im Hotel Gasthof Weiherbad (1160 m) untergebracht. Von da aus haben wir dann die Täler ringsum abgeklappert. Nachdem es dort überall bergauf geht, ist von vornherein empfohlen worden mit E-Rädern zu fahren, es sei denn jemand ist sowieso konditionell gut gerüstet. Da waren einige Normalradler dabei, die haben mit den E-Rädern gleichauf mitgehalten, d.h. sie hatten mindestens so viel "Schmalz" in den Beinen, wie die E-Räder "Saft" in der Batterie.
Die Anreise erfolgte am Pfingstsonntag, wo uns das Vorstandsmitglied Georg Daverda von Südtiroler in der Welt die einzelnen Radrouten vorstellte. Es waren 17 RadlerInnen.
Das erste Ziel am Montag war das Sextnertal und das Fischleintal bis zur Talschluss- hütte. Unterwegs hat uns allerdings schon etwas zu früh vor dem geplanten Aufenthalt der Regen überrascht und wir mussten uns einen überdachten Regenschutz aufsuchen. Nach einer halben Stunde hatte der Regen Erbarmen mit uns und wir konnten die Fahrt fortsetzen bis zur Tatschlusshütte (1550 m). Ein herrlicher Dolomitenblick belohnte uns.
Am Dienstag ging die Tour nach Toblach und weiter durch das Höhlensteintal vorbei
am Toblacher See und dem Dürrensee bis Schluderbach und hinauf zum Im Gemärk.
Von da aus hinunter nach Cortina. Hier sei erwähnt, dass früher mal die Bahnstrecke von Toblach nach Cortina führte und jetzt teilweise als Radstrecke benutzt wird.   Sturm, Gewitter und Wind hatten in dieser Gegend an einigen Streckenabschnitten im vergangenen Jahr fürchterlich gewütet und entsprechende Narben hinterlassen. Hier  war es auch, wo mancher am schottrigen Untergrund unliebsame Blessuren abbekam.
Am Mittwoch fuhren wir nach Bruneck und weiter bis Sand in Taufers. Unterwegs ging einem E-Rad die Luft aus und es wurde ein neuer Schlauch eingesetzt. Leider hielt die Luft nur für einige Km, dann war guter Rat teuer. Ein vorbeikommender Handwerker mit seinem Lieferwagen war so freundlich, hatte das Rad aufgeladen und bis Sand gebracht, wo es dann repariert wurde. Die Besichtigung der Burg dort gab einen Ein-blick wie vor hunderten von Jahren mit Folterwerkzeugen Gericht gehalten wurde. Zurück ging es mit den Rädern bis Bruneck und mit dem Zug nach Niederdorf.
Das Programm für Donnerstag wurde aus Sicherheitsgründen fallen gelassen, da von Sexten bis zur Nemesalm (1880 m) nur Schotterstraße ist, was vermieden wurde.
Dafür wurde das Gsiesertal ausgewählt. Von Niederdorf bis Welsberg und dann hinein ins Tal bis zur letzten Ortschaft St. Magdalena und bis zur Talschlußhütte (1465 m).
Am Freitag radelten wir ein Stück Richtung Welsberg und dann hinein ins Pragsertal vorbei an Schmieden und hinauf bis zum berühmten Prager Wildsee (1495 m). Dort wanderten wir gemütlich um den See herum, während der Seekofel (2810 m) uns ständig von oben zuschaute. Von den Km war dieser Tag die kürzeste Radtour.
Am Samstag wurde das Antholzertal in Angriff genommen. Es ging bis Olang und dann rechts ab nach Rasen, weiter bis Niedertal und bergauf bis zum Mittertal (1240 m). Nach einer ausgiebigen Rast radelten wir nach Olang und von dort mit dem Zug zurück. Dort verstauten wir die Räder in unsere Fahrzeuge, um am nächsten Tag die Rückreise wieder anzutreten. Die Gesamt-Km dieser Radwoche waren ca. 270 Km.
Wir waren im dem Hotel mit allem Drum und Dran hervorragend zufrieden. Ein großer Dank gilt auch unserem Radreiseleiter, der uns umsichtig durch die Woche führte.

Konrad Profanter