Sehr geehrter Besucher, unsere Website nutzt technische Cookies und Analysecookies von Erst- und Drittanbietern.
Wenn Sie mit der Navigation fortfahren, akzeptieren Sie die von unserer Website vorgegebenen Cookie-Einstellungen. Sie können die erweiterten Datenschutzbestimmungen einsehen, und die entsprechenden Anweisungen befolgen um die Einstellungen auch später ändern wenn sie hier klicken.

GIS - Gemeindeimmobiliensteuer Leerstandsregelung und Berechnung der GIS 2022

Zweimal im Jahr wird die Zahlung der  Gemeindeimmobiliensteuer fällig - 16. Juni und 16. Dezember. 
Einige Gemeinden sehen von der Vorausszahlung im Juni ab und haben nur den Fälligkeitstermin im Dezember.

Die meisten Südtiroler Gemeinden schicken den betroffenen Immobilienbesitzern die Berechnung inkl. Zahlungsaufforderung zu.
Die Mitteilung enhält eine Übersicht über den der Gemeinde bekannten Stand der Immobilie und damit die Bewertungsgrundlage für die Berechnung der GIS.
Kontrollieren Sie die Mitteilung der Gemeinden mit dem effektiven Sachstand.

Sollte sich in den letzten Monaten eine Änderung bei der Immobilie ergeben haben, die auch eine Änderung des Steuersatzes zur Folge hat (Immobilie vermietet, kostenlose Nutzungsleihe an einen nahen Verwandten, Anbau,…) so ist dies der Gemeinde schnellstmöglich mitzuteilen, damit dies in die künftigen Berechnung mitaufgenommen werden kann.
Für die Richtigkeit der Daten und der Berechnung ist der Bürger verantwortlich.

Achtung: seit 2021 steht den Südtiroler:innen im Ausland keine Befreiung bzw. kein vergünstigter Steuersatz bei der GIS zu.

Neu: Leerstandsregelung April 2022

Das Landesgesetz Nr.3 vom 23. April 2014 zu Einführung der Immobiliensteuer GIS (Gemeindeimmobiliensteuer) wurde durch das Landesgesetz Nr. 3 vom 20. April 2022 zur Leerstandsregelung und anderen Bestimmungen zur Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) ergänzt bzw. abgeändert.
Die neue Regelung besagt, dass ab 2023 Eigentümer von leerstehenden Wohnungen, ungenutzten Wohnungen, Zweitwohnungen oder Eigentümer von Baugrundstücken bzw. von Wohnungen, die über einen längeren Zeitraum nicht fertiggestellt wurden, eine höhere GIS bezahlen müssen.

Für Gemeinden mit Wohnungsnot soll ein Steuersatz von mindestens 2,5 Prozent und maximal 3,5 Prozent für die entsprechenden Immobilien möglich sein. Berechnet wird diese Steuer auf den Katasterwert der Immobilie.
Diese Regelung gilt nicht für alle Gemeinden, sondern nur für jene, in denen eine große Wohnungsnot herrscht bzw. hohe Immobilienpreise vorherrschen.
Von den 116 Gemeinden Südtirols soll in ca. 30 davon Wohnungsnot vorliegen und diese Neuregelung gelten.
Die Liste dieser Gemeinden wird jährlich von der Landesregierung innehalb 30. Juni aufgrund statistischer Daten neu überarbeitet.

Weniger GIS sollen hingegen jene Wohnungsbesitzer bezahlen, die ihre Wohnungen dauerhaft an Ansässige vermieten.  In den Gemeinden mit Wohnungsnot soll der Hebesatz für vermietete Wohnungen um mindestens 0,1 in Bezug auf den ordentlichen Steuersatz sinken. Den Gemeinden soll zudem die Möglichkeit einer weiteren Senkung eingeräumt werden.
In den Gemeinden ohne Wohnungsnot soll der Hebesatz für vermietete Wohnungen jedenfalls um mindestens 0,2 Prozent in Bezug auf den ordentlichen Steuersatz herabgesetzt werden.

Ziel ist es, nach den Worten des Landeshauptmanns, Voraussetzungen für ein leistbares Wohnen zu schaffen: 
Dadurch, dass die Nutzung einer Immobilie durch einen reduzierten Steuersatz belohnt wird und umgekehrt nicht genutzte Immobilien einem höheren Steuersatz unterliegen, werde der gewünschte Lenkungseffekt erzielt. „Wir führen Entlastung für jene ein, die ihr Eigentum für eine soziale Funktion, sprich Wohnen, zur Verfügung stellen“, sagt Kompatscher.

Diese Neuregelung der GIS betrifft auch unsere Landsleute im Ausland.
Das wiederholte und intensive Ersuchen um GIS-Reduzierung der Immobilie unserer Heimatfernen in ihrer ursprünglichen Heimat durch den Vorstand der Südtiroler in der Welt bei den politischen Entscheidungsträgern hat leider nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

Es liegt nun an jedem einzelnen Wohnungseigentümer, sich beim zuständigen Steueramt seiner Gemeinde über Tarife und Berechnung seiner Immobilie zu informieren.
Das aktuelle Landesgesetz zur GIS mit den Änderungen durch das neue Landesgesetz Nr. 3/2022 zur Leerstandsregelung finden Sie hier.


Bei Unklarheiten wenden Sie sich an die entsprechende Gemeinde bzw. an die Südtiroler in der Welt.
 
Rosemarie Mayer
Mai 2022